Tiefenpsychologisch fundierte und analytische Psychotherapie

als eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland haben ihren Ursprung in der von Sigmund Freud zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelten Methode der Psychoanalyse, die seitdem weiterentwickelt und ausdifferenziert wurde und sich als ein unverzichtbarer Ansatz in der Behandlung psychischer Erkrankungen bewährt hat.

Beide Behandlungsmethoden zielen darauf ab, psychische Erkrankungen und Leidenszustände zu beheben, indem konflikthafte unbewusste Anteile des Erlebens in der Therapie einsichtig gemacht werden, welche die Entstehung von Symptomen und anderen Formen seelischen Leidens, wie z.B. chronische Beziehungskonflikte, ursächlich bedingen und aufrechterhalten. Bei der Herausbildung neurotischer Konflikte spielen typischerweise Lebenserfahrungen der frühen Kindheit im Zusammenspiel mit charakterlichen Dispositionen eine prägende Rolle und wirken sich gerade  dadurch, dass sie unbewusst geworden bzw. geblieben sind, stark auf das persönliche Erleben in der Gegenwart aus.


  • Psychotherapeutische Behandlung von psychischen Störungen aller Art, wie z. B. Depressionen, Angst- und Zwangserkrankungen, psychosomatische Erkrankungen, Störungen der Sexualität, Persönlichkeitsstörungen, Traumafolge- und Anpassungsstörungen, bei sich wiederholenden, psychisch bedingten gravierenden Lebensproblemen, z. B. im Bereich der Partnerbeziehung, in akuten seelischen Krisensituationen und zur Bewältigung sehr belastender Ereignisse


  • als Kassenleistung im Rahmen der Leistungen der gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen

       sowie auf Selbstzahlerbasis möglich

  • Behandlungen erfolgen mit den Methoden der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie und analytischen Psychotherapie/ Psychoanalyse,
    bei Indikation Einbeziehung von katathym-imaginativer Psychotherapie/ Psychodrama/ traumatherapeutischen Techniken

 

  • Einzel- und Gruppenpsychotherapie

 

  • auch in spanischer Sprache möglich | terapia grupal en español

Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie

Eine tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie ist im allgemeinen dann angezeigt, wenn es sich um relativ gut eingrenzbare psychische Beschwerden handelt, sich die davon betroffene Person also in anderen Lebensaspekten weitgehend unbelastet erlebt. Diese Beschwerden zusammen mit dem zugrundeliegenden unbewussten Konflikt bilden den sogenannten therapeutischen Fokus, an dem Behandlerin und Patient/in gemeinsam arbeiten. Das erfolgt meist mit einer therapeutischen Sitzung pro Woche. 

Analytische Psychotherapie

Eine analytische Psychotherapie kann dann in Frage kommen, wenn es sich um relativ komplexe und sehr fest in der Persönlichkeit verankerte psychischen Beschwerden handelt, die sich dauerhaft und auf viele Aspekte im Leben der betroffenen Person beeinträchtigend auswirken. Um heilsame Veränderungen zu erreichen, sind in diesen Fällen eine höhere Sitzungsfrequenz pro Woche (2-3 Sitzungen) und eine längere Behandlungsdauer als in anderen psychotherapeutischen Verfahren erforderlich (in der Regel 160 bis 240 Sitzungen). Eine analytische Behandlung erfolgt, indem der/die Patient/in – üblicherweise auf der Couch liegend – die in der Therapiesitzung auftretenden Gedanken und Gefühle ausspricht und diese im Austausch mit der Analytikerin in heilsamer Weise neu verstanden werden, wobei Zusammenhänge mit dem behandlungsbedürftigen seelischen Leiden und der Lebensgeschichte erforscht werden.

Ob eine analytische Therapie indiziert ist, kann nur  durch die Analytikerin und nach mehreren diagnostischen Gesprächen (Probatorik) entschieden werden bzw. wird manchmal erst im Verlauf einer begonnenen tiefenpsychologischen Therapie erkennbar.